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Dagmar Schlingmann bleibt in Saarbrücken Drucken E-Mail
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Dagmar Schlingmann wird Generalintendantin am Saarländischen Staatstheater bleiben und nicht 2013 ans Theater Bonn wechseln - nach „intensiven Sondierungsgesprächen mit der Bonner Stadtpolitik“ habe sich Schlingmann gegen das Angebot aus Bonn entschieden; letztendlich seien ihre Vorstellungen für eine künstlerische Neupositionierung nicht mit den finanziellen Rahmenbedingungen der Stadt Bonn (es geht um die vom Bonner Rat beschlossene Sparvorgabe von 3,5 Millionen Euro, die auch Grund für die Nichtverlängerung von Noch-Intendant Klaus Weise waren, Anm. d. Red.) vereinbar gewesen. „Ich habe hier in Saarbrücken seit 2006 viel aufgebaut, was von der hiesigen Kulturpolitik auch sehr geschätzt wird. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hat mir in den letzten Tagen vor allem Planungssicherheit für die kommenden Jahre zugesagt. Ich habe in den letzten Tagen eine große Wertschätzung von den verantwortlichen Politikern im Saarland wie dem Kulturminister Stephan Toscani und von den Theaterbesuchern erfahren und habe auch eine emotionale Bindung an dieses Haus. Die Stadt Bonn hat sehr um mich geworben, insbesondere der dortige Kulturdezernent Martin Schumacher hat sich stark engagiert, um meine Vorstellungen bezüglich des dortigen Theaters mit der Politik zu kommunizieren. Die Gespräche sind mit großer Ernsthaftigkeit und Respekt geführt worden. Auf vieles konnten wir uns einigen, aber mit den vorgesehenen und offenbar nicht verhandelbaren Sparmaßnahmen habe ich keinen Weg gesehen, meine Vorstellungen eines pulsierenden Stadttheaters zu realisieren“, begründet Dagmar Schlingmann, deren Vertrag am Saarländischen Staatstheater noch bis 2016 läuft, ihre Entscheidung. Unter anderem sei ihr für 2013 in Saarbrücken eine neue Bühnentechnik (Kosten etwa 12 bis 15 Millionen Euro) versprochen worden. Kulturdezernent Martin Schumacher zeigte sich nach Angaben des Bonner General-Anzeigers „enttäuscht“ von Schlingmanns Entscheidung: „Sie wäre klasse gewesen für Bonn.” Dem Generalanzeiger zufolge soll er sogar bereit gewesen sein, die 3,5 Millionen Euro zu stückeln und deren Einsparung nicht gleich in der ersten Spielzeit zu fordern - das sei einem neuen Intendanten nicht zuzumuten, „man braucht Zeit dazu”. An der Summe an sich wolle man allerdings nicht rütteln, zumal Schumachers Entgegenkommen offenbar bereits in der CDU-Fraktion kontrovers diskutiert wurde.