Startseite Nachrichten Preise Eysoldt-Preis an Nicholas Ofczarek
Eysoldt-Preis an Nicholas Ofczarek Drucken E-Mail
Preise

Der Gertrud-Eysoldt-Ring für eine herausragende schauspielerische Leistung im Theater geht - nach Kirsten Dene im letzten Jahr - wieder nach Österreich: Auf Vorschlag der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste bekommt der Schauspieler Nicholas Ofczarek den mit 10.000 Euro dotierten Eysoldt-Ring 2011, wie die Stadt Bensheim mitteilte - sie vergibt den Preis, der am 24. März kommenden Jahres im Parktheater Bensheim verliehen werden soll. Der 40-jährige Wiener Ofczarek, Ensemblemitglied am Burgtheater und seit 2010 der Jedermann bei den Salzburger Festspielen, sei ein Schauspieler, „von dem man nicht den Blick abwenden kann, wenn er auf der Bühne ist”, zitierte die Stadt die Jury. - Der Eysoldt-Ring wird seit 1986 jährlich vergeben. Er ist nach der Schauspielerin Gertrud Eysoldt (1870-1955) benannt und wird durch das Erbe des in Bensheim gestorbenen Theaterkritikers Wilhelm Ringelband finanziert. Unter den bisherigen Preisträgern sind u.a. Cornelia Froboess, Corinna Harfouch, Nina Hoss, Tobias Moretti und Klaus Maria Brandauer.
Bekannt gegeben wurde der Preisträger in der Kuratoriumssitzung der Ringelbandstiftung von dem neuen Juryvorsitzenden Frank Baumbauer, dem früheren Intendanten der Münchner Kammerspiele; Co-Juroren waren die Intendantin des Freiburger Theaters Barbara Mundel sowie der Künstlerische Leiter und Geschäftsführer des Berliner HAU Matthias Lilienthal. Ofczarek, der zuvor bereits zweimal mit dem Nestroypreis ausgezeichnet wurde, stelle auf der Bühne eine Vitalität dar, die er so noch nicht gesehen habe, so Baumbauer - seine Schauspielkunst mache etwa Horváths Kasimir am Münchner Residenztheater (von Frank Castorf inszeniert) zum Ereignis. Er besteche durch sein intensives Spiel und den Mut, „sich zu veräußern und zu verausgaben“. - Die Entscheidung für den mit dem Eysoldt-Preis verbundenen Förderpreis für junge Regisseure fiel auf Antú Romero Nunes für seine Inszenierung von „Rocco und seine Brüder“ am Maxim Gorki Theater in Berlin - die nach dem gleichnamigen Filmstoff von Visconti von dem 28-jährigen Regie-Absolventen der Berliner „Ernst Busch“-Hochschule inszenierte Produktion hatte im Mai Premiere.