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5. Tanzplattform Deutschland Drucken E-Mail
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Die Tanzplattform Deutschland findet vom 23. bis 26. Februar in Dresden statt - die euro-scene Leipzig gehört zu den derzeit elf Co-Veranstaltern des Festivals für innovativen Tanz in Deutschland. Eine vierköpfige Jury wählte aus ca. 250 Tanzproduktio-nen, die zwischen Herbst 2009 und Herbst 2011 in Deutschland entstanden sind, zehn Produktionen aus, Ausrichter ist diesmal Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste Dresden. Die Tanzplattform Deutschland zeigt seit 1994 alle zwei Jahre eine Bestandsaufnahme aktueller Strömungen und neuer Tendenzen der deutschen Tanzszene; das biennale Forum wird jeweils in einer anderen deutschen Stadt ausgerichtet. Diesmal sind in Hellerau, im Staatsschauspiel Dresden und in der Loge des Heinrich-Schütz-Konservatoriums 30 Veranstaltungen mit insgesamt 14 Choreographien zu sehen; im Rahmenprogramm der Tanzplattform, zu dem u.a. die öffentliche Diskussionsrunde „Tanzplattform Deutschland im Wandel?“ gehört (veranstaltet vom Dachverband Tanz in Deutschland, am 24.2. in Hellerau), hat außerdem ein Ballettabend mit Forsythe-Choreographien in der Semperoper Premiere (25.2.). Zusätzlich zu den zehn von der Jury ausgewählten Produktionen haben die Ko-Veranstalter mit der Forsythe Company, Constanza Macras/Dorky Park, Meg Stuart/Damaged Goods und Sasha Waltz & Guests einige der bedeutendsten stilbildenden und international renommierten Vertreter des deutschen Tanztheaters eingeladen. Neu ist auch das Format des „Pitchings“: Weitere zehn Choreographen stellen ihre Arbeiten in einem je halbstündigen Zeitfenster vor. Zum Programm der „Tanzplattform Deutschland 2012“ gehören: Malou Airaudo/Renegade mit „Irgendwo“ (24./25.2. Hellerau, Großer Saal), Antonia Baehr mit „For Faces“ (24./25.2., An der Loge), Laurent Chétouane mit „horizon(s)“ (25./26.2., An der Loge), Anna Konjetzky mit „Abdrücke“ (23./24.2. Hellerau, Nancy-Spero-Saal), MAMAZA (Mandafounis/Mazliah/Zarhy) mit „Cover Up“: Die Tänzer und Choreographen Ioannis Mandafounis, Fabrice Mazliah und May Zarhy entwickeln in ihren Arbeiten choreographische Räume, die das Spannungsverhältnis von Bild, physischem Bild, physischer und visueller Empfindung in den Mittelpunkt stellen (23./24.2. Staatsschauspiel, Kleines Haus 1), Sebastian Matthias mit „Tremor“ (lat. ‚tremere‘, ‚zittern‘ - das unwillkürliche, sich rhythmisch wiederholende Zusammenziehen einander entgegenwirkender Muskelgruppen): In „Tremor“ abstrahiert Sebastian Matthias Bewegungen wie Zucken, Schwingen oder Ruhen und untersucht sie auf ihre sinnliche und körperliche Wirkung (25./26.2. Staatsschauspiel, Kleines Haus 3), Antje Pfundtner mit „Tim Acy“: „Wer bin ich?“ - „Wer weiß es?“ In ihrem Stück stellt sich Antje Pfundtner diesen Fragen mit viel Selbstironie (25./26.2. Staatsschauspiel, Kleines Haus 1), Eszter Salamon mit „Dance for Nothing“ (25./26.2. Hellerau, Nancy-Spero-Saal), Helena Waldmann mit „revolver besorgen“: In ihrer Produktion erkundet Waldmann das Vergessen als eine positiv befreiende Fähigkeit des menschlichen Gehirns. In Zusammenarbeit mit der Tänzerin Brit Rodemund ist ein groteskes, aber auch humorvolles Tanzstück entstanden (24./25.2. Staatsschauspiel, Kleines Haus 1), Christoph Winkler mit „Baader - Choreographie einer Radikalisierung“: Der deutsche RAF-Terrorist Andreas Baader war ein Meister der Selbstinszenierung. Seine Ideologie der Instrumentalisierung des Körpers als „heiligste Waffe des Revolutionärs“ (Andreas Baader) macht Baaders Person in „Baader - Choreographie einer Radikalisierung“ zum Sujet tänzerischer Auseinandersetzung (23./24.2. Staatsschauspiel, Kleines Haus 3), The Forsythe Company mit „N.N.N.N.“ (26.2. Hellerau, Gro-ßer Saal), Constanza Macras/Dorky Park mit „Berlin Elsewhere“ (23./24.2., Hellerau Großer Saal), Meg Stuart/Damaged Goods mit „Violet“ (25./26.2. Hellerau, Großer Saal), Sasha Waltz & Guests mit „Métamorphoses“: Waltz‘ aktuelle Choreographie setzt sich aus sechs Miniaturen zusammen, die sie im Dialog mit der Architektur des Neuen Museums Berlin und in Zusammenarbeit mit dem Berliner Solistenensemble Kaleidoskop entwickelt hat. Erstmals übernimmt courage - Dresdner Ensemble für zeitgenössische Musik unter der Leitung von Titus Engel die musikalische Ausgestaltung der Kompositionen von Iannis Xenakis, Georg Friedrich Haas, Ruth Wiesenfeld und György Ligeti (24./25.2. Staatsschauspiel, Schauspielhaus). - Gegründet von einer Gruppe deutscher Tanzveranstalter, wird das Forum jeweils von einem der Partner ausgerichtet. Die Veranstaltergemeinschaft besteht aus folgenden Institutionen: tanzhaus nrw, Düsseldorf; euro-scene Leipzig; JOINT Adventures, München; Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt/Main; Hebbel am Ufer, Berlin; TanzWerkstatt Berlin; Kampnagel, Hamburg; Theaterhaus Stuttgart; TANZtheater International, Hannover; Tafelhalle im KunstKulturQuartier Nürnberg und HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden. In diesem Jahr gehören Kerstin Evert (K3 Zentrum für Choreographie/Tanzplan Hamburg), Carmen Mehnert (Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste Dresden), Patrick Primavesi (Institut für Theaterwissenschaft Leipzig und Tanzarchiv Leipzig) und Katja Werner (freie Journalistin und Dozentin) zur Jury. (www.tanzplattform2012, www.hellerau.org)