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„Zorn! Dramatisches Erzählen heute“ Drucken E-Mail
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Festival zeitgenössischer Dramatik vom 26. September bis 4. Oktober in Wien

„Zorn! Dramatisches Erzählen heute“ ist ein Festival zeitgenössischer Dramatik, ermöglicht von der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, durchgeführt vom Max Reinhardt Seminar Wien in Kooperation mit dem Salon5 und der Filmakademie Wien. Das Festival untersucht verschiedene Möglichkeiten, Techniken und Formen des Erzählens auf der Bühne. Fünf zeitgenössische Autoren liefern mit ihren Texten fünf sehr verschiedene Aspekte zum Phänomen „Zorn“: Der österreichische Dichter und Dramatiker Franzobel („Liebesgeschichte“, Uraufführung nach dem gleichnamigen Roman, Regie Sarantos Zervoulakos), der Romancier und Literaturphilosoph Daniel Kehlmann („Töten“, Uraufführung nach der gleichnamigen Kurzgeschichte, Regie Tobias Dörr), der derzeit erfolgreichste deutschsprachige Hörspielautor Matthias Wittekindt („Mann ohne Beil“, Uraufführung, Regie Christine Mattner), die georgische Autorin und Gewinnerin des Heidelberger Stückemarktes 2008 Nino Haratischwili („Georgia“, ÖE, Regie Hannan Ishay, Israel), der österreichische Theatermacher und mehrfach ausgezeichnete Dramatiker Volker Schmidt („Man muss dankbar sein“, Regie Jérôme Junod). Sie alle werfen spezifische und unterschiedliche Fragen auf und stellen dramatische Fabeln vor - rund um den Brennpunkt „Zorn“. Als Bezugspunkt und Echo will sich zudem eine Euripides-Bearbeitung dem Thema nähern - Regie-Studierende des Max Reinhardt Seminars und der Filmakademie werden die Stoffe gemeinsam mit Kollegen der Schauspielklasse und renommierten externen Darstellern in verschiedenen Räumen szenisch umsetzen (Regie Steffen Jäger). Der Reigen wird eröffnet mit dem Thema „West-östlicher Zorn“: Der renommierte Germanist Wolfgang Müller-Funk erläutert seine Thesen zum Thema in der ersten großen Diskussion am 27. September.
Die Inszenierungen entstehen im Austausch mit den Autoren, die sowohl zum „Zorn“ als auch zu ihrer Arbeit befragt wurden. Die Dramaturgen Karl Baratta und Gwendolyne Melchinger sowie die Regiedozentin und Projektleiterin Anna Maria Krassnigg begleiten die Produktionen künstlerisch. Zudem wird der Prozess von Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen punktuell hinterfragt und kommentiert; öffentliche Diskussionen finden nach den Vorstellungen mit den geladenen Wissenschaftlern und dem künstlerischen Team unter der Moderation von Barbara Rett statt. Die Arbeitsergebnisse werden im Rahmen des 9-tägigen Festivals vom 26. September bis zum 4. Oktober (Spielorte: Max Reinhardt Seminar, Salon5) präsentiert. Mehr unter www.dramatisches.at.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 31. August 2009 um 08:02 Uhr