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Primeurs - Festival frankophoner Gegenwartsdramatik Drucken E-Mail
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Vom 19.-22. November in der Alten Feuerwache Saarbrücken

Das „Primeurs - Festival frankophoner Gegenwartsdramatik“ zeigt in diesem Jahr sechs Produktionen französischsprachiger Autoren - in Form von Werkstattinszenierungen, szenischen Lesungen und eines Live-Hörspiels; erstmals wird es in diesem Jahr auch eine zweisprachige Werkstattinszenierung geben, die Le Carreau und Saarländisches Staatstheater gemeinsam erarbeiten. Partner des mittlerweile zum dritten Mal stattfindenden Festivals sind das Saarländische Staatstheater, „Le Carreau, scène nationale de Forbach et de l’est mosellan“, der Saarländische Rundfunk (SR2 Kulturradio) und das Institut français. Sie habe seit ihrem Amtsantritt großen Wert darauf gelegt, die deutsch-französische Zusammenarbeit fortzusetzen und auszubauen, so Theaterchefin Dagmar Schlingmann bei der Vorstellung des Programms in Saarbrücken. Der Besucherzuspruch habe im vergangenen Jahr zugenommen (insgesamt pro Festivaltag rund 500 Besucher), sei aber ausbaufähig; deshalb sei das Festival in diesem Jahr in den November gelegt worden - ein Monat, der erfahrungsgemäß mehr Publikum ins Theater lockt. Auch in diesem Jahr sind unter den zumeist jungen Autoren wieder einige aus der französischsprachigen Provinz Quebec in Kanada, alle Produktio-nen sind zum ersten Mal in Deutschland zu sehen. Bereits zum zweiten Mal soll wieder ein Autorenpreis von einer Publikumsjury vergeben werden - er wurde vom SR, dem Staatstheater und mit Unterstützung der „Freunde des Saarländischen Staatstheaters“ gestiftet und ist mit 2.000 Euro dotiert. - Die Produktionen: „Eine Frage der Einstellung“ („Le plan américain“) von Evelyne de la Chenelière und Daniel Brière (aus dem kanadischen Französisch von Gerda Poschmann-Reichenau), Regie Marguerite Gateau - eine Tragikomödie als satirischer Abgesang auf die moderne Kleinfamilie der Mittelschicht (Live-Hörspiel), Produktion und Sendung SR 2 KulturRadio (19.11.); „Weit weg von Hagedingen“ (über das Leben eines Ehepaares in Rente)/„Faire bleu“ (entstand 25 Jahre später, „Weit weg von Hagedingen“ klingt darin nach) von Jean-Paul Wenzel (aus dem Französischen von Renate Doufexis), Regie Leyla-Claire Rabih (Werkstattinszenierungen, bilingual), Produktion Le Carreau, scène nationale de Forbach et de l’est mosellan, Saarländisches Staatstheater (20.11.); „Burn, Baby burn“ von Carine Lacroix über die Träume von Freiheit, Flucht und großem Geld (aus dem Französischen von Gerda Gensberger), Regie Rebecca Seiler (Werkstattinszenierung), Produktion Saarländisches Staatstheater (21.11.); „Glückseligkeit“ („Félicité“) von Olivier Choinière über die immer bizarrer werdende Vorstellungswelt der Supermarktkassiererin Karo (aus dem kanadischen Französisch von Hinrich Schmidt-Henkel), Regie Jörg Wesemüller (Werkstattinszenierung), Produktion Saarländisches Staatstheater (21.11.); „Hochmut, Verfolgung und Enthauptung“ („Orgueil, Poursuite et Décapitation“) von Marion Aubert, eine „hysterische Familienkomödie“ als Situationen- und Bilderlabyrinth (aus dem Französischen von Bettina Arlt), Regie Christopher Haninger (Werkstattinszenierung), Produktion Saarländisches Staatstheater (21.11.); anschließend Primeurs-Party mit Preisverleihung.