Startseite Nachrichten Festivals Autorentheatertage Berlin
Autorentheatertage Berlin Drucken E-Mail
Festivals

Vom 8. bis 17. April im DT

Im April beginnen die ersten Autorentheatertage Berlin am Deutschen Theater, ein Festival der Neuentdeckungen und Paradigmen der deutschsprachigen Gegenwartsdramatik. Auf Seiten der Entdecker steht als alleiniger Juror der Filmkritiker Michael Althen, der nach seinem Aufruf „Interest me!“ ca. 160 noch nicht uraufgeführte Stücke bekam und daraus die aus seiner Sicht vier interessantesten ausgesucht hat. Das Festival startet nach der Eröffnungsrede von Michael Althen am 8. April mit der Berlin-Premiere „Das letzte Feuer“ von Dea Loher in der Inszenierung von Andreas Kriegenburg, ausgezeichnet mit dem Mülheimer Dramatikerpreis 2008 und dem Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ in der Kategorie „Beste Regie“. Es folgt ein Gastspielreigen von Inszenierungen deutscher Gegenwartsdramatik mit Aufführungen aus Wien („Adam Geist“ von Dea Loher, Regie David Bösch/Burgtheater), Zürich („Im Wald ist man nicht verabredet“ von Anne Nather, Regie Daniela Löffner/Schauspielhaus, „Rechnitz (Der Würgeengel)“ von Elfriede Jelinek, Regie Leonhard Koppelmann, und „Das Interview“ nach dem Film von Theo van Gogh und dem Drehbuch von Theodor Holman, Regie Martin Kusej/Theater Neumarkt), Bern („Der goldene Drache“ von Roland Schimmelpfennig, Regie Matthias Kaschig/Stadttheater Bern), München (ebenfalls mit „Rechnitz (Der Würgeengel)“ von Elfriede Jelinek, Regie Jossi Wieler/Münchner Kammerspiele), Stuttgart („Hauptsache Arbeit“ von Sibylle Berg, Regie Hasko Weber, und „Fundament“ von Jan Neumann, in der Regie des Autors/Schauspiel Stuttgart), Frankfurt („Das blaue blaue Meer“ von Nis-Momme Stockmann, Regie Marc Lunghuß/Schauspiel Frankfurt), Hannover („Die Schöpfer der Einkaufswelten“, ein „quasi-maoistisches Lehrstück“ nach dem Dokumentarfilm von Harun Farocki, Regie Tom Kühnel/Schauspiel Hannover), Jena („Villa Dolorosa. Drei missratene Geburtstage“ frei nach Tschechows „Drei Schwestern“ von Rebekka Kricheldorf, Regie Markus Heinzelmann/Theaterhaus Jena), Rostock („Alles offen“, Rostocker Geschichten aus der Zeitenwende von und in der Regie von Tobias Rausch/Volkstheater Rostock), Dresden („Zukunft für immer“, Theaterprolog für drei Schauspielerinnen von Martin Heckmanns, Regie Simone Blattner/Staatsschauspiel Dresden) und Hamburg („Mädchen in Uniform. Wege aus der Selbstverwirklichung“ nach Christa Winsloe, Regie René Pollesch/Schauspielhaus Hamburg). Das Festival, das auch zu einem Symposium (zu Elfriede Jelinek und Dea Loher: „Verstehen - davon war nie die Rede“, in Kooperation mit der FU Berlin) einlädt, endet mit der „Langen Nacht der Autoren“ am 17. April, dann werden die Stücke von Carsten Brandau („Fabelhafte Familie Baader“), Julia Kandzora (Versuchsanordnung „In Neon“), Laura Naumann („süßer vogel undsoweiter“) und Katharina Schmitt (Performance-Text „Sam“) als Werkstattinszenierungen mit Regisseuren und Schauspielern des Deutschen Theaters präsentiert (www.autoren theatertage.de).