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Dietmar Schwarz wird neuer Intendant der Deutschen Oper Berlin |
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Personalia
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Eine der wichtigsten offenen Personalien in der Opernwelt ist jetzt geklärt: Dietmar Schwarz, Operndirektor am Theater Basel seit der Spielzeit 2006/07 (unter ihm war Basel, größtes Dreispartenhaus der Schweiz, gerade erst „Opernhaus des Jahres“ laut Opernwelt), wird ab der Saison 2012/13 Intendant der Deutschen Oper Berlin und damit Nachfolger von Kirsten Harms.
Auch der Basler Schauspieldirektor Elias Perrig wird das Haus verlassen - er will sich intensiver seinen Aufgaben als Regisseur widmen. „Ich freue mich sehr über die Wahl von Dietmar Schwarz als Intendant der Deutschen Oper Berlin und wünsche ihm für die kommende Aufgabe alles Gute und eine glückliche Hand. Dieses Votum zeigt klar, in welcher Liga das Theater Basel künstlerisch spielt und international wahrgenommen wird“, kommentierte Intendant Delnon die Wahl von Dietmar Schwarz als Intendant eines der größten deutschsprachigen Opernhäuser. Dass es damit 2012 einen personellen Wechsel gebe, sei nach sechs Jahren Zusammenarbeit durchaus üblich und lasse genug Zeit, die Vakanzen „mit erstklassigen Nachfolgern“ zu besetzen, so Delnon weiter. „Richard Wherlock wird in der nächsten Spielzeit sein zehnjähriges Jubiläum als Ballettdirektor und Chefchoreograph am Theater Basel feiern. Über seine Vertragsverlängerung stehen wir derzeit in Verhandlungen.“ Dietmar Schwarz wurde in Biberach an der Riss geboren, studierte Literatur- und Theaterwissenschaft in München und an der Pariser Sorbonne; seine Stationen als Dramaturg waren das Theater Freiburg, das Bremer Theater und die Oper Frankfurt. Von 1990 bis 1993 war er Künstlerischer Leiter des Ruhrgebiet-Festivals „Aufbrechen Amerika“, 1994 kehrte er als leitender Dramaturg an das Bremer Theater zurück. Ab 1998 war er Operndirektor am Nationaltheater Mannheim, von wo er in gleicher Funktion 2006 an das Theater Basel wechselte, wo er eigentlich einen Vertrag bis 2016 hat. Schwarz ist offenbar auch der Favorit von GMD Donald Runnicles an der Deutschen Oper. - Elias Perrig wurde in Hamburg geboren und studierte Molekularbiologie in Basel, bevor er 1989 als Regieassistent am Theater am Neumarkt seine Theaterlaufbahn begann. 1991 wechselte er als Regisseur an die Bühnen Lübeck und 1993 ans Staatstheater Kassel. Seit 1995 war er als freier Regisseur tätig und inszenierte unter anderem am Theater Lübeck, Staatstheater Kassel, Theater am Neumarkt Zürich, Staatstheater Hannover, Teatr Russkoj Drami Kiew, Schauspielhaus Zürich und am Grillo Theater Essen. Von 1999 bis 2005 war er als Hausregisseur am Staatstheater Stuttgart angestellt, seit 2006/07 ist Perrig Schauspieldirektor am Theater Basel. „Mit Dietmar Schwarz hat Klaus Wowereit einen echten Hoffnungsträger für die Deutsche Oper engagiert. Einen klugen Kopf mit innovativen Ideen, keinen kühl kalkulierenden Kulturmanager, sondern einen Mann aus der künstlerischen Praxis. Dass Schwarz, der in Basel einen Vertrag bis 2016 hatte, gerade in dem Moment nach Berlin kommt, wo er die Früchte seiner Arbeit in der Schweiz ernten könnte, zeigt, dass er sich wirklich der Herausforderung stellen will“, kommentierte der Tagesspiegel, der auch darauf hinweist, dass sich Schwarz bisher nicht mit einem Chefdirigenten arrangieren musste: Weil das Theater mit verschiedenen örtlichen Orchestern arbeitet, wurde der Posten gar nicht erst besetzt. Bei der Opernwelt-Auszeichnung wurde seinerzeit besonders der kreative Spielplan wie auch die mutigen Produk-tionen und stimmigen Ensembleleistungen hervorgehoben: In Basel setze man nicht auf teuer eingekaufte Stars, sondern auf die künstlerische Potenz der eigenen Kollektive. Christoph Marthaler interpretierte dort vor kurzem Offenbachs „Großherzogin von Gerolstein“, im Mai steht Jan Bosses Neudeutung von Cavallis „La Calisto“ auf dem Spielplan. Seit Beginn der Amtszeit von Delnon und Schwarz waren u.a. Regisseure wie Calixto Bieito, Hans Neuenfels, Philipp Stölzl, Barrie Kosky und Benedikt von Peter mit ihren Arbeiten in Basel zu sehen. „Mit der Berufung von Schwarz erweist sich das Theater Basel übrigens ein weiteres Mal als echte Karriereschleuder“, so der Tagesspiegel weiter: „Hier verdienten sich unter anderem Matthias Lilienthal und Frank Baumbauer, Albrecht Puhlmann, Joachim Schlömer und Stefan Bachmann frühe Lorbeeren. Und auch Michael Schindhelm ist dort einmal Intendant gewesen.“
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