|
Christian Spuck geht nach Zürich |
|
|
|
Personalia
|
Der Choreograph Christian Spuck (40), der seit 2001 als Hauschoreograph am Stuttgarter Ballett engagiert ist, wird mit Beginn der Spielzeit 2012/13 neuer Ballettdirektor am Opernhaus Zürich und damit Nachfolger von Heinz Spoerli, der das Zürcher Ballett dann sechzehn Jahre lang geleitet und zu internationalem Ansehen geführt hat und sich aus Altersgründen (Spoerli ist Jahrgang 1940) zurückziehen will.
Spuck wird - ebenso wie der designierte Intendant Andreas Homoki und der designierte Generalmusikdirektor Fabio Luisi - für fünf Jahre ans Zürcher Opernhaus verpflichtet. Andreas Homoki, neuer Opern-Chef in Zürich ab 2012/13, zu der Personalentscheidung: „Christian Spuck ist aufgrund seiner durch das Klassische Ballett geprägten künstlerischen Biografie einer der ganz wenigen jungen Choreographen, welche die nötigen Voraussetzungen mitbringen, um eine so traditionsreiche Compagnie wie das Zürcher Ballett zu führen. Ganz besonders schätze ich seinen - bei aller Perfektion - immer humorvollen Zugriff auf das klassische Ballettvokabular. Seine Ballette sind in jedem Moment spannendstes Musiktheater. Aber das Wichtigste: Christian ist ein virtuoser Geschichtenerzähler. Mit seiner Berufung ist mein künstlerisches Leitungsteam endlich komplett, und ich freue mich sehr auf eine spannende Zusammenarbeit.“ Spuck, der seit 1998 für das Stuttgarter Ballett und weitere Compagnien in Europa und Nordamerika choreographiert, nannte die Berufung „die Erfüllung eines langgehegten Traums“. Neben der Pflege des Repertoires will er mit Uraufführungen wichtiger Choreographen Akzente setzen und ist „gespannt darauf, mit einer technisch wie darstellerisch starken Compagnie und dem Junior Ballett meine Arbeit als Choreograph fortzuführen.“ - Christian Spuck absolvierte die Ausbildung zum klassischen und modernen Tänzer an der John Cranko-Schule in Stuttgart. Nach seinem Abschluss im Jahr 1993 war er Tänzer bei der Needcompany unter Jan Lauwers und beim Ensemble Rosas unter Anne Teresa de Keersmaker. 1995 wurde er als Tänzer an das Stuttgarter Ballett engagiert. 2001 wurde Spuck zum Hauschoreographen des Stuttgarter Balletts ernannt, 2003 schuf er für die Compagnie sein erstes abendfüllendes Handlungsballett „Lulu“. Es folgten weitere abendfüllende Werke für Stuttgart („Der Sandmann“ nach E.T.A. Hoffmann), das Aalto Ballett Theater Essen („Die Kinder“ nach Edward Bond, „Leonce und Lena“ nach Georg Büchner), das Königliche Ballett von Flandern („The Return of Ulysses“) und das Theaterhaus Stuttgart („Don Q.“ mit Egon Madsen und Eric Gauthier). Heinz Spoerli, der das Zürcher Ballet seit 1996 leitet, realisierte in dieser Zeit abstrakte Werke wie die „Cellosuiten“ von Bach, „allem nah, allem fern“, „moZART“ und „Wäre heute morgen und gestern jetzt“ sowie Neuinterpretationen zahlreicher Klassiker von „Schwanensee“ bis „Peer Gynt“. Zudem führten Gastspiele das Zürcher Ballett unter Spoerli rund um die Welt.
|