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Forsythe plant Digitale Tanzbibliothek |
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Kulturpolitik
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Förderprojekte der Bundeskulturstiftung
Eine von dem Choreographen William Forsythe initiierte „Digitale Tanzbibliothek“ gehört zu den neuen Projekten der Bundeskulturstiftung, die mit insgesamt 21 Millionen Euro gefördert werden.
Forsythe will das von ihm schon länger entwickelte Notationssystem, mit dem sich eine Choreographie anhand einer Partitur rekonstruieren lässt, künftig Künstlern, Tanzwissenschaftlern und einer Fachöffentlichkeit in einer web-basierten „Motion Bank“ zugänglich machen - ihm gehe es um eine „Lesbarkeit von Choreographie“ und um „fundamentale Organisationsprinzipien“ des Tanzes, von denen sich künftig alle Interessierten ein Bild machen könnten. Wenn sich „Motion Bank“ in der Erprobungsphase bewährt, soll allen Choreographen das Angebot gemacht werden, ihre eigenen Stücke mit Hilfe einer anwendungsfreundlichen und kostenlos erhältlichen Software in einer „digitalen Partitur“ festzuhalten - damit entstehe nach und nach „eine Bibliothek für digitale Tanzpartituren“, betonte die Bundeskulturstiftung, die dafür 1,4 Millionen Euro zur Verfügung stellt. Weitere 10 Millionen Euro gehen an das Projekt „Agenten - für das Publikum von morgen“, mit dem in den nächsten fünf Jahren Kulturvermittler im Schulalltag für Kunst und Kultur werben sollen, wobei sie vor allem an Haupt- und Realschulen eingesetzt werden, wo laut Kulturstiftung die kulturelle Bildung „unterbelichtet“ sei: So hätten nur etwa 15 Prozent der Hauptschüler, die schon einmal eine Kulturveranstaltung besuchten, dies mit der Schule getan, an Gymnasien seien es dagegen 73 Prozent. 3,5 Millionen erhält das Programm „Call for Future - Über Lebenskunst“, mit dem Initiativen und Projekte gefördert werden sollen, die sich den Herausforderungen des Klimawandels in der Welt stellen; die Ergebnisse werden im Sommer 2011 auf einem Festival im Berliner Haus der Kulturen der Welt vorgestellt. „Zur Aktualität des Zombies als gesellschaftskritische Figur“ ist als eines der Themen angedacht, die beim mit 500.000 Euro geförderten und im Herbst 2010 in der Leipziger Baumwollspinnerei veranstalteten Theaterfestival „Von Helden und Monstern“ zur Sprache kommen sollen - das Festival will die Auswirkungen der Biotechnologie auf die Gesellschaft untersuchen. Zu den Vorhaben, die von der Stiftung mit kleineren Beträgen unterstützt werden, gehören ein Reiseliteraturfestival in Neuruppin, die Uraufführung des gesamten „Klang“-Zyklus von Karlheinz Stockhausen bei der MusikTriennale in Köln und das Opernprojekt „Matsukaze“ von Sasha Waltz. Als nächste Projekte im neuen Jahr unterstützt die Bundeskulturstiftung auch zwei Ausstellungen in den Jüdischen Museen in Frankfurt am Main und in Berlin.
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