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Kölner Bürgerbegehren zum Thema Opernquartier |
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Kulturpolitik
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Opernchef Laufenberg meldet sich zu Wort
Das Thema Opernquartier bzw. Sanierung oder Neubau des Schauspielhauses erregte in letzter Zeit die Kölner Gemüter - „zu Recht“, wie der neue Opernintendant Uwe Eric Laufenberg einleitend in seinem Offenen Brief an die BürgerInnen der Stadt Köln einräumte:
„Auch wir haben Respekt vor den Initiatoren und Unterzeichnern des aktuellen Bürgerbegehrens zum Thema ‚Opernquartier’, was deren unzweifelhafte Motivation und ihren glaubwürdigen Einsatz für die Sache der Kunst betrifft.“ Mit dem Ziel dieses Bürgerbegehrens können die Theaterleute allerdings nicht übereinstimmen, sondern fürchten vielmehr, dass „den handelnden Akteuren die Konsequenzen des von ihnen angestoßenen Vorgangs nicht wirklich bewusst sind.“ Der Brief, den Laufenberg gemeinsam mit seinem Geschäftsführenden Direktor Patrick Wasserbauer und dem Leiter des Projektbüros Sanierung/Neubau Andreas Fischer unterzeichnet hat, will die aktuelle Situation zunächst unter Einbeziehung konkreter Daten und Fakten „sachlich resümieren“: Dem momentan gültigen Entwurf des Architektenteams JSWD/Chaix&Morel, der eine Sanierung der Oper und einen Neubau für das Schauspiel vorsieht, sei ein „langer demokratischer Prozess“ (insgesamt sieben Jahre Vorlauf) vorausgegangen; würde man sich zum jetzigen Zeitpunkt im Sinne des angestrebten Bürgerbegehrens dazu entschließen, diese Planungsergebnisse aufzuheben, würde dies bis zur Erreichung des gewünschten Ziels erneut eine mehrjährige Phase von Ausschreibungen, Wettbewerbsvorschlägen und Ratsbeschlüssen notwendig machen, wie Laufenberg vorrechnet. „Wir geben zu bedenken: Das im Jahr 1958 eröffnete Opernhaus ist noch nie saniert worden. Es entspricht in keiner Hinsicht mehr den heutigen Sicherheitsbedingungen und dem erforderlichen technischen Standard.“ Das Schauspielhaus dagegen sei bislang in logistischer Hinsicht immer nur ein „Anhang“ des Opernhauses, verfüge bis zum heutigen Tag über keine eigenen Probe-, Hinter - oder Seitenbühnen, keine eigenen Lagermöglichkeiten etc. „Eine bloße Sanierung des Schauspielhauses würde bedeuten, diesen Stand des Jahres 1960 auf unbegrenzte Zeit festzuschreiben.“ Der Neubau eines Schauspielhauses hingegen sei keineswegs - wie hin und wieder zu hören - ein „Abbau der Kunst zugunsten einer bloßen Hülle“, sondern werde dem Theater neue Möglichkeiten verschaffen. Die Aufhebung des bereits im letzten Dezember gefassten Ratsbeschlusses zum Neubau - mit dem Ziel, das alte Schauspielhaus zu „erhalten“ - versetze die Bühnen der Stadt Köln unweigerlich in einen „nicht steuerbaren Ausnahmezustand“, für den gut und gern weitere 10 Jahre zu veranschlagen wären. „Das würde bedeuten: Bis mindestens 2020 (!) in Ersatzspielstätten - mit zusätzlich entstehenden Kosten! - oder Ende des Spielbetriebs.“ „Wie auch immer Sie sich entscheiden: Wir bitten Sie, sich alle Fakten bewusst zu machen, und plädieren unsererseits für eine Ausführung der bisherigen Planungen im Sinne einer Sanierung der Oper und eines Neubaus für das Schauspiel“, endet der Offene Brief, dem eine Chronologie der Ereignisse, die zum jetzigen Stand „Sanierung der Oper und Neubau Schauspielhaus“ führten, beigefügt ist. Laut Plan werden die Bühnen im Juli 2010 aus ihren Häusern ausziehen, um den Bauleuten Platz zu machen; im Moment ist die Wiedereröffnung der sanierten Oper und die Eröffnung des neuen Schauspielhauses für 2014 vorgesehen.
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