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Semperoper kann höhere Tarife nicht bezahlen Drucken E-Mail
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Die Semperoper Dresden steht nach Jahren der Konsolidierung erneut vor finanziellen Problemen: „Wir können die Tarifsteigerungen nicht mehr ohne erheblichen Substanzverlust kompensieren”, so Intendant Gerd Uecker - allein 2009 habe die Erhöhung der Tarifgehälter Mehrkosten von 1,7 Millionen Euro mit sich gebracht, 2010 würden dafür 2,4 Millionen Euro zusätzlich veranschlagt und 2011 kämen dann noch die neuen, noch nicht verhandelten Tariferhöhungen dazu. Damit gerate das Haus trotz Konsolidierungskurs erneut in eine Schieflage. Der 63-jährige Uecker, zugleich Vorsitzender der Deutschen Opernkonferenz, wies auf die einschneidenden Folgen des harten Sparkurses hin: So soll etwa der Opernchor von 94 Stellen auf 84 abgeschmolzen werden („das ist ein reines Bauernopfer, das tut weh”). Da der Chor freiwerdende Stellen nicht mehr besetzen dürfe, habe das auch fatale Folgen für die Altersstruktur. Uecker appellierte an die Politik, die Augen vor solchen künstlerischen Problemen nicht zu verschließen. Wenn der Freistaat Sachsen sein Opernhaus als „Flaggschiff” betrachte, müsse es auch hinreichend ausgerüstet werden - andernfalls sei Dresden weder in Deutschland noch im internationalen Maßstab auf Dauer konkurrenzfähig. Der Intendant hatte nach seinem Amtsantritt im Sommer 2003 ein Bilanzdefizit vorgefunden, das sich bis Dezember 2005 zu einer Summe von 9,2 Millionen Euro aufbaute. „Es fing mit einer kleinen Summe 1998 an, wurde wie eine Bugwelle vor sich hergeschoben und immer größer.” Erst zu diesem Zeitpunkt sei ihm klar geworden, dass er in Dresden vor allem auch als Sanierer gefragt war. „Das Haus war praktisch schon abgebrannt, als man nach einem Feuerlöscher rief”, schildert Uecker die Lage rückblickend. In den vergangenen fünf Jahren sei es aber gelungen, das Defizit auf unter drei Millionen Euro zu drücken.