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Kein Neubau - Kölner Schauspielhaus gerettet |
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Kulturpolitik
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Kurz vor der Sondersitzung des Kölner Stadtrats, in der Mitte April über das Bürgerbegehren zur Zukunft des Schauspielhauses beraten werden sollte, überschlugen sich nach Zeitungsberichten die Ereignisse und Entscheidungen: Nachdem sich die CDU schon unmittelbar zuvor einstimmig für die Sanierung des denkmalgeschützten Theaters ausgesprochen und damit die Konsequenz aus ihrer schon im Dezember vorgetragenen Kritik an der um wesentliche Funktionen „abgespeckten“ Version gezogen hatte, haben sich auch die Grünen darauf geeinigt, das Bürgerbegehren zu unterstützen.
Da beide Fraktionen mit 45 über genau die Hälfte der Sitze im Stadtparlament verfügen und auch einige Linke sowie mehrere Einzelvertreter gegen den von OB Jürgen Roters favorisierten Neubau Stellung bezogen haben, gibt es für diesen keine Mehrheit mehr - der für den 11. Juli angesetzte Bürgerentscheid ist damit hinfällig. Die Ratsentscheidung vom 17. Dezember ist somit revidiert: Das denkmalgeschützte Theater von Wilhelm Riphahn wird erhalten, umfassend instand gesetzt und bühnentechnisch aktualisiert. Schon in drei Monaten soll eine Machbarkeitsstudie, die für die Bühnen ein neues Raum- und Funktionsprogramm erarbeitet, in drei Varianten vorliegen; die Wiedereröffnung beider Häuser ist für Mai 2014 avisiert. „Köln hat gewonnen“, kommentierte die FAZ die Entscheidung: „Kulturell, finanziell, atmosphärisch, in seinem Stadtbild und vor allem im Selbstverständnis seiner Bürger. (...) Einfacher aber wird es nach dieser Notbremse nicht: Zunächst ist zu prüfen, ob das Vorhaben, womöglich in Teilen, nicht neu auszuschreiben ist oder die Architekten mit der Sanierung des Schauspielhauses beauftragt werden können. Genauso dringlich ist es, dass sich Opernintendant und Schauspielintendantin (die in der Debatte unterschiedliche Auffassungen vertraten, Anm. d. Red.) aussprechen und wieder partnerschaftlich zusammenarbeiten.“ |