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Augsburger Brecht-Preis an Albert Ostermaier |
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Preise
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Der mit 15.000 Euro dotierte Bertolt-Brecht-Preis der Stadt Augsburg geht dieses Jahr an Albert Ostermaier. Der Preis wird seit 1995 alle drei Jahre an Persönlichkeiten verliehen, „die sich durch kritische Auseinandersetzung mit der Gegenwart in ihrem literarischen Schaffen ausgezeichnet haben”. Erster Preisträger war 1995 Franz Xaver Kroetz.
Die Entscheidung der Jury fiel Anfang Januar einstimmig, verliehen wird der Preis am 10. Februar - Brechts Geburtstag - im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses (Ostermaier wird auch die anschließende Brechtgala des Brecht Festivals 2010 besuchen). Albert Ostermaier leitete von 2006 bis 2008 das Augsburger Brecht-Festival „abc”, zu einer Verlängerung seines Engagements kam es unter dem neuen Kulturreferenten Peter Grab, der übrigens auch Jurymitglied war, nicht. Dieser sprach von einer „gewissen Pikanterie” der Situation - Bertolt-Brecht-Preis und Brecht-Festival seien jedoch „zwei Paar Stiefel”. Ostermaier erhalte den Brecht-Preis nicht als Festivalleiter, sondern für sein Gesamtwerk als Schriftsteller. Der 43Jährige wurde bereits mit dem Lyrik-Preis des PEN Liechtenstein, dem Ernst-Toller-Preis, dem Ernst-Hofrichter-Preis der Stadt München und dem Kleist-Preis ausgezeichnet. Bei einem neuen Festival will die Stadt Augsburg im Februar bislang unbekannte Filmaufnahmen von und mit Bertolt Brecht zeigen: Geplant sind in den Tagen vor dem Geburtstag des Dichters (1898-1956) am 10. Februar unter anderem eine Brecht-Gala und die Verleihung des Brecht-Preises der Stadt. Zu dem Festival vom 29. Januar bis 10. Februar zum Thema Film und Medien rund um Brecht werden renommierte Theater-, Film- und Medienexperten erwartet, darunter der deutsche Dokumentarfilmer Heinrich Breloer, der Brecht-Experte Prof. Jan Knopf, der US- amerikanische Multimedia-Regisseur Jay Scheib und die Schauspielerin Regine Lutz - sie hatte in Berlin noch mit Brecht zusammengearbeitet. Bei der Spurensuche nach Brechts filmischen Ambitionen wird auch die Rolle des Münchner Komikers Karl Valentin thematisiert, den Brecht als seinen Lehrmeister bezeichnet hat. „Wir wollen in Augsburg einen noch wenig bekannten Brecht vorstellen“, so Projektleiter Joachim Lang - die Sicht auf Brecht als „marxistischen Ideologen“ sei veraltert. Brecht sei heute als „Universalist der deutschen Sprache“ zu betrachten, dessen Werk auch unterhaltsam sei.
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