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Ernst von Siemens Musikpreis an Michael Gielen |
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Preise
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Der Dirigent und Komponist Michael Gielen ist der diesjährige Träger des Ernst von Siemens Musikpreises - der 82-Jährige wird für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
Gielen ist der Jury zufolge einer der wenigen Dirigenten, die das Musikleben nicht nur bedient, sondern „maßgeblich mitgestaltet und verändert haben”. In seinen Interpretationen habe der Künstler stets versucht, „Verstörungspotentiale” und „Normverstöße” herauszuarbeiten. Michael Gielen wurde 1927 in Dresden geboren. Im Jahr 1940 emigrierte er zusammen mit seiner Familie nach Argentinien. Dort studierte er Musik und Philosophie, anschließend begann er seine Laufbahn als Korrepetitor am Teatro Colón in Buenos Aires. Spätere berufliche Stationen führten den Dirigenten, der als Spezialist für moderne Musik gilt, aber auch wegweisende Beethoven-, Bruckner- und Mahler-Aufführungen geleitet hat, u.a. an die Wiener Staatsoper, an die Königliche Oper in Stockholm, zum Belgischen Nationalorchester in Brüssel sowie an die Niederländische Oper in Amsterdam; in Köln leitete er 1964 die Uraufführung von Bernd Alois Zimmermanns Oper „Die Soldaten“. Zwischen 1977 und 1987 war Gielen Direktor der Oper Frankfurt; bevor er im Jahr 1986 das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg übernahm, war er auch Chefdirigent des Cincinnati Symphony Orchestra. Seit 1999 ist der 82-Jährige ständiger Gastdirigent des SWR Sinfonieorchesters, darüber hinaus arbeitet er noch immer regelmäßig bei den Donaueschinger Musiktagen. - Der Ernst von Siemens Musikpreis wird seit 1973 einmal jährlich an Komponisten, Interpreten oder Musikwissenschaftler vergeben, die für das internationale Musikleben Hervorragendes geleistet haben. Vergangene Preisträger waren unter anderem die Dirigenten Herbert von Karajan (1908-1989) und Claudio Abbado sowie der Pianist und Dirigent Daniel Barenboim, die Geigerin Anne Sophie Mutter und der Pianist Alfred Brendel. Gielen wird die Auszeichnung am 5. Mai im Münchner Cuvilliés-Theater entgegen nehmen, die Laudatio hält der Komponist Helmut Lachenmann.
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