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Mülheimer Dramatikerpreis verliehen Drucken E-Mail
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Roland Schimmelpfennig hat für sein Stück „Der goldene Drache” in der Inszenierung des Wiener Burgtheaters den mit 15.000 Euro dotierten Mülheimer Dramatikerpreis 2010 erhalten - damit konnte sich der 1967 in Göttingen geborene Autor erstmals in dem Wettbewerb durchsetzen, auf dem er bereits zum siebten Mal vertreten war. Die Entscheidung fiel nach ausführlicher öffentlicher Debatte - der Jury gehörten in diesem Jahr Vasco Boenisch, Wolfgang Kralicek, Katja Lange-Müller, Josef Mackert und Laura Olivi an. Drei Juroren votierten für Roland Schimmelpfennig, zwei Stimmen gingen an Elfriede Jelinek („Die Kontrakte des Kaufmanns“ vom Thalia Theater Hamburg in Kooperation mit dem Schauspiel Köln); den Publikumspreis erhielt Dea Loher für ihr Stück „Diebe” in der Inszenierung des Deutschen Theaters Berlin. Für Roland Schimmelpfennig, Dea Loher und Ulrich Hub, den Gewinner des Mülheimer KinderStückePreises 2010 (wir berichteten), wurde eine Feierstunde veranstaltet.
Die „Stücke 2010” zeigten sieben Inszenierungen in zwölf Vorstellungen, von denen sechs ausverkauft waren - insgesamt hatte das Wettbewerbsprogramm 3.100 Zuschauer, was einer Auslastung von 93,5% entspricht. An den 11 von Gerhard Jörder moderierten Publikumsgesprächen nahmen etwa 1.300 Besucher teil. Die „KinderStücke 2010” (8 ausverkaufte Vorstellungen) wurden von ca. 1.400 Zuschauern gesehen, mit dem erstmals vergebenen, mit 10.000 Euro dotierten Mülheimer KinderStückePreis wurde Ulrich Hub für sein Stück „Nathans Kinder” ausgezeichnet. Das Symposium „Metamorphosen der Zeit” hatte an zwei Tagen etwa 100 Teilnehmer. Die Live-Übertragung der Jurydebatte im Internet wurde von ca. 4.000 Personen verfolgt. - Die „Stücke 2011” finden voraussichtlich vom 21. Mai bis zum 11. Juni 2011 statt (www.stuecke.de).